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on November 15 2016 06:59 pm 0

Brasilien

Brasilien: ein Land der kompletten Unterschiede!
Ein reiches Haus neben einem total heruntergekommenen und zerstörten Haus.
Volle Busse und riesige Schulen mit über 7000 Schüler.
Ein Hochhaus mit 30 Stockwerken neben einem Anderen.
Eigentlich könnte ich diese Liste ewig weiterführen, aber das reicht jetzt für den Augenblick.
Denn eins will ich Euch sagen: in diesem Land bin ich gerade!
Durch einen zweiwöchigen Austausch, von meiner Schule aus, ist es mir ermöglicht worden, hier zu bleiben.
Schon im Februar diesen Jahres kamen unsere jetzigen Gastgeschgeschwister zu uns und verbrachten zwei tolle Wochen in Deutschland.
Und jetzt bin ich in Brasilien!
Besser gesagt in einer modernen – fast europäischen – Stadt namens Curitiba.
Das liegt ziemlich südlich im Staat Parana und nahe dem Atlantik.
Jedes Jahr findet dieser Austausch satt und diesmal bin ich an der Reihe!
Am 16. Oktober 2016 ging es los: Ab zum Flughafen!
Mit dem Zug fuhren wir – 24 Schülerinnen und Schüler, 2 Lehrer und die Tochter unseres Lehrers – zum besagten Flughafen.
Schnell noch ein Dutzend Abschiedfotos von der Gruppe und beginnen konnte das große Abenteuer Brasilien!
Insgesamt flogen wir bis Sao Paulo knappe 12 Stunden, die entweder mit schlafen oder quatschen verbracht wurden.
Viele tolle Bilder entstanden schon auf dem Flug: beleuchtete Küste von Afrika, der Sonnenaufgang am Morgen und die verschiedenen Wolkenformarionen.

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Endlich kamen wir in Sao Paulo an und schon gab es die erste Sicherheitseinweisung unseres Lehrers.
Nach schier endlos erscheinenden 6 Stunden Wartezeit auf unseren Anschlussflieger und einer Stunde erneuten Fluges kamen wir an unserem endgültigen Ziel an! Curitiba!
Jetzt hieß es nur noch Einreisedokumente abgeben und Gepäck holen.
Und dabei tauchte auch bereits das erste Problem auf: ein Koffer fehlte und kam einfach nicht.
Zum Glück wusste unser verehrter Herr „Magistrat“ sofort was in diesem Fall zu machen ist und nach drei Tagen wurde der Koffer erfolgreich zu dem Haus des Besitzers geliefert.
Nachdem wir einmal durch ganz Curitiba gefahren sind und unsere ersten Versuche etwas zu kaufen, obwohl niemand Englisch spricht und wir nicht Portugiesisch, tragen wir endlich auf unsere langersehnten Gastfamilien!
Küsschen recht, dicke Umarmung und schon ging es los zu unserem neuen Zuhause für die nächsten zwei Wochen.
Völlig fertig und todmüde fielen wir regelrecht in unsere Betten und schliefen komplette Nacht wie ein Stein.

Dienstag: unser erster richtiger Tag in Brasilien!
Um kurz nach sechs weckte ein quakender Wecker meine Gastschwester und mich und gleich darauf kam auch schon unser süßer Hund Bacó angelaufen.
Schnell aufgesprungen, um vor seiner triefenden Schnauze zu flüchten, bereitete ich mich auf den kommenden Tag vor.
Auf dem Plan stand: Schule kennenlernen und dann durch die Stadt fahren!
Als erstes ging es mit dem Bus zu der Privatschule Bom Jesus und – da noch ewig Zeit war bis sich meine Gruppe traf – zerrte mich meine Gastschwester in das Gebäude hinein. Ausweis rausholen und einchecken hieß es dann erstmal.
Soweit so gut. Nun war es an der Zeit die Freunde meiner Austauschschülerin kennenzulernen.
Bis heute kenne ich noch nicht mal alle und ich habe bereits mit sehr, sehr vielen gesprochen!
Nachdem meine Gruppe eingetroffen ist, begaben wir uns in ein riesiges Klassenzimmer, in dem uns die Direktorin begrüßte und uns anschließend eine Führung durch das Schulgebäude gab.
Eins muss ich dieser Schule lassen: Sie ist verdammt groß! Ich würde mich andauernd verlaufen!
Als wir den größten Teil der Schule gesehen haben, unteranderem die Sammlung von eingelegten Tieren und Pflanzen, machten wir uns auf den Weg ins Stadtinnere. Dort stiegen wir in den Sightseeingtour-Bus ein
und fuhren gefühlte Stunden durch Curitiba.
Unser erster Halt war der botanische Garten mitten in der Stadt. Ein weitgefächerter Garten mit Heckenverzierungen und in der Mitte ein Glashaus zierten den Garten.

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Während alle Schüler vor der stechenden Sonne flohen und den wenig verfügbaren
Schatten ausnützen, begab sich unsere Lehrerin auf Wanderschaft in den hinteren Teil und fand einen angrenzenden Weg mit – man mag es nicht glauben – Blumen!
Natürlich folgten wir ihr brav und sahen uns die verschiedenen Blumen an.
Nachdem alle Teile des botanischen Garten größtenteils besichtigt worden waren, ging es zurück zu „Linha Tourisme“, dem Tourismus Bus.
Jetzt konnten wir ein wenig im Fahrtwind entspannen und auf unseren nächsten Halt waren: Santa Felicidade.

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Dort angekommen suchten wir uns schnell ein Restaurant aus, da unsere Mägen schon seit einiger Zeit nach Essen schrien.
Als jeder einzelne Schüler sein Magen befriedigt hatte, fuhren wir auch schon wieder zurück zu unserem Anfangspunkt der Tour.
Mit was wir aber währenddessen nicht rechneten, war ein plötzlicher starker Regenschauer, der alle Insassen bis auf die Unterhose durchnässte.
Vollkommen nass und triefend holten uns unsere Gasteltern und -geschwister nach kurzer Zeit auch schon ab.
Für mich hieß es erstmal: heiße Dusche und danach hab ich Hunger!
Und dieser wurde auch sehr gut gestillt:
Mein Gastfamilie ist mit mir in ein japanisches Restaurant gefahren. Und zum ersten Mal durfte ich mit Stäbchen essen und Sushi probieren!
Eine tolle Delikatesse!
Mit gefüllten Magen und allmählich auftretender Müdigkeit ging es nun auch schon nach Hause.
Noch schnell Bett herrichten und dann schlafen, so lautete mein Plan, den ich auch sofort in die Tat umsetzte.
Und so verging auch schon der erste tolle Tag in Südamerika – Brasilien – Curitiba!

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