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on November 15 2016 03:05 pm 0

Paris Jour 2

Der frühe Vogel fängt den Wurm!
Eigentlich!
So fing unser zweiter Tag in Paris an.
Mit frühem Aufstehen und verschlafenen Gesichtern empfingen wir unsere Lehrer um 8.30 Uhr, um nach Versailles aufzubrechen.
Au revoir Paris et bonjour Versailles!
Normalerweise wären wir eine Dreiviertelstunde zum Schloss gefahren, aber Nein!
Es ist Schienenersatzverkehr! Und wir mussten vier Mal umsteigen, um einen Zug zu finden, der nach Versailles fährt!
Erst einmal sind wir am Gare d’Austerlitz auf ein falsches Gleis gegangen und nach kurzer Zeit auf ein anderes gehetzt.
Zum Glück war es dann das Richtige!
Im diesem Zug bemerkten Herr Blau und Frau Baum, dass wir nicht nach Versailles kommen werden.
Also heißt es: Umsteigen!
Und so ging es insgesamt viel Mal!
Doch dann, mit einer Stunde Verspätung, kamen wir an unserem lang ersehnten Zielbahnhof an!
Jetzt trennten uns nur noch ein paar Minuten von dem traumhaften Schloss der Könige von Frankreich.
Schnellstmöglich machten wir uns nun auf den Weg und bestaunten schon von weitem die wunderschöne Außenfassade des Schlosses.
Soviel Prunk und Gold gibt es nirgendwo anders! Nur in Versailles findet man diese Pracht von einem Schloss mit dazugehörigem Garten und Nebenschlössern.
Und genau an diesem einen Ort waren wir nun!
Als erstes steuerten wir die prachtvollen Gärten an, an dem heute ein besonderes Spektakel stattfand.
Nämlich: Wasserspiele mit dazu passender klassischer Musik.
Von überall her tönten die Geigen- und Bassmelodien, zu denen die Wasserfontänen passend tanzten.
Nach dem ersten Fotoshootings mit Selfies vor dem Schloss und den Gärten ging es auch schon weiter hinein in die Grünflächen.

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Auch dort wurden sehr viele Fotos von den Wasserbecken und dem Wasserfall geschossen.
Nun folgte unsere erste Besichtigungs- und Mittagessenspause für eine Dreiviertelstunde.
Eine Gruppe setzt sich an den Rand eines Wasserbeckens und fütterten eine Ente. Nach und nach kamen immer mehr dazu, solange bis es zig Enten, Möwen und fünf Schwäne gekommen sind. Ein Schwan war so hungrig, dass es gleich in den Betonrand des Beckens biss. Zum Schluss endete diese Fütterung einer Ente in einer wahren Raubtierfütterung.

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Nach der Pause begann die große Wanderung durch die Nebenschlösser.
Erster Anhaltepunkt: „Grand Trianon“
Ein kleines Nebenschloss, dass Ludwig der XIV erbauen ließ, um zu verschwinden, wenn der Alltag im Schloss zu stressig wird.

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Schon jetzt waren die Zimmer sehr toll eingerichtet. Stoffe in verschiedenen Farben an den Wänden, Stühle und Tische in einer Farbe und alles exakt aufeinander abgestimmt. Wenn man da noch nicht ins Staunen geraten ist, dann hat man etwas falsch gemacht.
Weiter wurde in das „Petit Trianon“ gewandert. Dies war nicht so eindrucksvoll, da es nur sehr klein war (wie der Name ja schon sagt) und nicht viel eingerichtet.
Jetzt wanderten wir durch eine schöne Gartenlandschaft, kamen an einem Tempel d’Amour (Liebestempel) vorbei – wo natürlich sofort ein Klassenfoto gemacht werden musste – und schließlich gelangten wir zu „Hameau de la Reine“. Dies ist ein Art Landdorf, das Marie Antoinette erbauen ließ. Neben einer schönen Mühle, einem riesigen Teich, befanden sich auch kleine Bauernhäuser dort. Zusammengefasst war es ein kleines, abgeschiedenes Dorf auf dem Land, das als Rückziehungsort für die Königin diente.

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Das waren die Nebenschlösser und nun ging es endlich in das langersehnte Schloss Versailles!
Mit einer kleinen Verschnaufpause, ging es auch schon in das Innere.
Als Führer bekamen wir Audioguides, die uns immer über das Zimmer aufklärten, in dem wir uns befanden.
Am Anfang des Schlosses wurde die Geschichte dargestellt und erläutert. Da wir nicht viel Zeit hatten, hörten wir nur kurz rein und begaben uns in die Empfangsgemächer des Königs.
Goldverzierungen, Deckengemälde und wahnsinnige Möbel gestalten jeden Raum und verliehen ihm ein eigenes Flair.
Aber am beeindruckendsten war der berühmte Spiegelsaal!
Auf der linken Seite überall Spiegel, auf der rechten Seite Fenster und überall Gemälde und Kronleuchter, wo man auch nur hinsieht.
Dieser Raum hat definitiv bei jedem Teilnehmer Eindruck hinterlassen.

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Danach folgten noch die privaten Gemächer des Königs, wie zum Beispiel Schlafzimmer.
Bei jeden Raum sah man mehr Gold und noch schönere Bilder.
Eins stellte man sofort fest: das Bett des Königs war sehr klein, vielleicht eins zwanzig bis eins dreißig lang. Auf jeden Fall sehr klein!

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Noch ein paar kleinere Räume und dann war die Führung schon zu Ende!
Leider sahen wir nicht mehr von dem Schloss, da wir uns jetzt schon treffen mussten, um pünktlich zum Abendessen zu kommen.
Alle bis auf fünf SchülerINNEN (heute anders herum) fehlten.
Und das gleiche wie gestern spielte sich ab. Niemand war erreichbar und keiner wusste, wo sie sind.
Zum Glück stießen sie nach einer Viertelstunde heil zu der Gruppe, die sich sogleich auf den Weg zum Bahnhof machten.
Um kurz nach sechs kamen wir auch endlich an unserem Restaurant „Chez Claude“ an.
Seufzend und niedergeschlagen ließen wir uns auf die Stühle sinken und hätten am liebsten die Beine hochgelegt.
Jeder einzelne Knochen spürte man und schmerzte.
Aber das Essen lenkte und erneut von diesen Schmerzen ab. Nur heute im negativen Sinne.
Für die Vegetarier gab es das selbe wie schon gestern und auch die normale Hautspeise war nicht der „Hit“.
Pommes mit einem Hähnchenschenkel.
Na ja, das spricht für sich.
Als Nachtisch gab es festen Eischaum mit Vanillesoße.
Auch nicht das gelbe vom Ei!
Trotzdem war jedermann einigermaßen satt und aufbruchsbereit.
Nun ging es in das „Quartier Latin“!
Ein Fußmarsch mit wunden Füßen war zwar nicht jedermanns Fall, aber im Nachhinein war es für jeden schön!
Am Anfang haben wir und total verlaufen, doch dann führte uns erneut das Handynavi eines Schülers an den richtigen Ort.
Von da an hatten wir eine Stunde Zeit, um uns das Quartier anzusehen.
Von Crêpes, über Schnäppchen (12 Postkarten für 2€) und Macérons, fand man alles, was das Herz begehrt.
Zum Schluss marschierten wir zur Metro und fuhren todmüde zum Hotel.
Zwei Schüler kauften sich noch Crêpes, die anderen gingen schon zum Hotel.
Bestimmt wird sich jeder eine entspannende Fußmassage wünschen und bald davon träumen!
Bon nuit Paris et Versailles! C’était une très belle journée! Merci beaucoup!

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